Liquiditäts-, Finanzplan


Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und die permanente Überwachung und Planung der Liquidität gehören zu den wichtigsten Aufgaben der Unternehmensleitung. Im Gegensatz zur bilanzmäßigen Liquiditätsermittlung, die sich mit Vergangenheitswerten befasst, ist der Finanzplan in die nahe Zukunft gerichtet und stellt die zu erwartenden Ausgaben den zu erwartenden Einnahmen gegenüber.

Mittels Finanzplanung kann einem Liquiditätsengpaß als Folge eines unerwarteten Ansteigens der Auszahlungen oder Rückgangs der Einzahlungen entgegengewirkt werden. Außerdem kann durch die Ermittlung des zukünftigen Kapitalbedarfs dafür gesorgt werden, dass die Zahlungsfähigkeit des Betriebs im Zeitablauf erhalten bleibt.

Im Rahmen der Finanzplanung wird zwischen kurzfristigen (12 Monate) und langfristigen (mehrere Jahre) Finanzplänen unterschieden. Die langfristigen Finanzpläne sind in der Regel insbesondere im Klein- und Mittelbetrieb wenig werthaltig und aussagekräftig, da die Unternehmensleitung keine realistischen und konkreten Erwartungen besitzt.

Die Praxis bestätigt, dass bei langfristigen Finanzplänen die effektiven Ergebnisse in der Regel weit von den geplanten Größen abweichen. Die Größen, auf denen ein Finanzplan aufgebaut ist, sind die Einnahmen aus Unternehmenstätigkeit, aus Desinvestitionen und aus Finanzierung, sowie die Ausgaben aus Unternehmenstätigkeit, aus Definanzierung und aus Investitonen.


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